Raspberry Pi und Elegoo 3,5″ Touch Display

Seit längerem schon gehört der raspberry pi zu meinen liebsten Bastelobjekten. Der Mini – PC ist wirklich eine Freude, um viele Projekte auszuprobieren, und ich habe die Anschaffung des pi in der derzeit aktuellen Version 3 nicht bereut:

https://shop.heise.de/katalog/raspberry-pi-3-starterset-inkl-c-t-raspberry-pi

Nach vielen Versuchen habe ich mich entschlossen, meinen raspberry in ein Internetradio umzubauen. Dazu musste allerdings eine Neuinvestition her, nämlich ein passendes Touch-Display zur Radiosteuerung. Ich habe mich nach einiger Recherche für ein günstiges Teil entschieden, nämlich das 3,5″-Display von elegoo, das man um kleines Geld schon zum Beispiel bei Amazon kaufen kann:


https://www.amazon.de/Elegoo-Monitor-480×320-Raspberry-Interface/dp/B01JRUH0CY


Vor allem die laut Rezension einfache Anbindung an den pi überzeugte mich. Vorgestern traf es ein – die „einfache“ Inbetriebnahme beschäftigte mich allerdings seither bis heute morgen, um anderen die Erfahrungen zu ersparen schreibe ich diesen Blogbeitrag. Millionen Flüche, -zig Neuinstallationen des Raspbian – Images und endlosen Netzrecherchen später kann ich sagen, das kleine Ding läuft. Aber einfach? Linuxfreaks werden lachen, aber wenn man so wie ich ein totaler Linuxnoob ist, ist die Installation des Teils tatsächlich eine riesige Herausforderung.

Hier also die Schritte, die nötig sind:

  1. Download des aktuellen Raspbian – Images für den pi von raspberrypi.org. Bitte nicht noobs verwenden, sondern das Image direkt auf die SD-Card schreiben.

    https://downloads.raspberrypi.org/raspbian_latest


    Das Tool zum Schreiben des Images erwähne ich hier auch kurz, unter Windows ist der Windiskimager das Mittel der Wahl:
    https://sourceforge.net/projects/win32diskimager/


  2.  Den richtigen Treiber entpacken und zusätzlich zum Image direkt auf die SD-Karte kopieren. Der richtige Treiber ist einzig und allein bei Elegoo auf der CD oder der Website zu finden. Für die aktuelle Raspbian-Version (Stand: 25.2.2017) ist es dieser: LCD-Show-160701.tar.gzEs gibt Millionen angeblich richtige Treiber im Netz. Keiner funktioniert, sondern der Versuch, diese zu installieren zerstört das bootenden Image des pi und man darf von vorne beginnen (Fehlermeldung „kernel panic…“).
  3. Den raspberrypi vom Image booten, Wlan, SSH, VNC und SPI – Schnittstelle aktivieren. Damit beschäftige ich mich jetzt nicht, jeder Schritt für sich hat mich aber einige Zeit gekostet. Der SSH-Zugriff ist das Wichtigste.
  4. Mittels putty sich von einem anderen Rechner per ssh mit dem pi verbinden und folgende Schritte zur Treiberinstallation ausführen:

    cd /boot
    sudo tar zxvf LCD-show-160701.tar.gz
    cd LCD-show/
    sudo ./LCD35-show

     


  5. Der pi rebootet – und du solltest dann von einem in kräftigen Farben strahlenden Display begrüßt werden. Harmlos, oder? Es hat nur Stunden gedauert, mit den unzähligen kursierenden Anleitungen zurecht zu kommen, wo keine funktioniert hat. Wo das Image zerstört und der pi lahmgelegt wird. Die obige Methode ist die einzige, mit der ich zum Ziel kam. Alles, vom reinkopieren, Rechte verändern, direkt downloaden usw… ging schief. Wie beschrieben – so funktionierts!Noch ein paar Bilder sollen das auch demonstrieren:

Das Feuerzeug dient dem Größenvergleich. Wie gesagt. Ein tolles Ding, der „Kleine“!

Wie das mit dem Internetradio geklappt hat und was es dabei zu beachten gilt, kannst du hier nachlesen……

 

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